Zur Geschichte der AWO Volksgarten


Am 26.10.1975 wurde in der „Gaststätte Beckers“ auf der Neusser Straße 241, unter der Leitung des damaligen Kreisverbandsvorsitzenden Helmut Kuhlen, der Ortsvereins „Lürrip – Pesch – Hardterbroich“ gegründet, später (am 21.04.1979) aber in „Ortsverein Volksgarten“ umbenannt. Zu dieser Zeit waren 196 Personen Mitglied in diesem Ortsverein.

1986 wurde eine „AWO – Altentagesstätte“ auf der Myllendonker Straße 16 längerfristig angemietet und in Eigeninitiative umgebaut. – Später baute die AWO dann ein größeres Haus auf der Neusser Straße 401. Diese Begegnungsstätte wurde am 1. Juli 2000 in Betrieb genommen. Seit dieser Zeit haben mehrere Vorstände den Verein geführt. Rainer Ossig lenkte ab Mitte 2012 als Vorsitzender die Geschicke dieses Vereins. Vier weitere Vorstandsmitglieder, drei Beisitzer/innen und zwei Revisoren ergänzten den Vorstand dieses Ortsvereins.

Der Ortsverein hat zum 30.06.2014 die Bewirtschaftung des Hauses zurück in die Hände des Kreisverbandes gelegt, um nicht weiterhin Gelder des Ortsvereins in die Instandhaltung dieses Hauses einfließen lassen zu müssen. Außerdem sollte es von nun an eine zweigeteilte Kasse geben, eine für den Ortsverein und eine für die Begegnungsstätte. Denn bisher hat der Ortsverein immer zurückgesteckt, wenn es um die Belange dieses Hauses ging. – In den zweieinhalb Jahren hat der Vorstand des Ortsvereins festgestellt, dass sich dieses Haus allein tragen kann und auch tragen wird.

Im August wurde die Satzung des KV geändert, die bestehenden Ortsvereine wurden damit aufgelöst und in nunmehr nur noch 4 Ortsvereine umgewandelt. Die OV Volksgarten, Giesenkirchen und Neuwerk bilden zusammen den neuen OV OST.

Der Ortsverein hatte sich seit Mitte des Jahres 2012 positiv entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Begegnungsstätten-Leitung sind jährlich 5 neue Angebote hinzugekommen, so dass man Anfang 2015 bei etwa 40 Angeboten angelangt ist, die man aber auch noch gern erweitern wollte, da noch Zeit- und weitere Raumkapazitäten vorhanden waren. Die Mitgliederzahlen konnten gleichfalls, entgegen allen Trends in anderen Vereinen, erheblich gesteigert werden. Gab es im Juni 2012 nur noch 85 Mitglieder im Verein, so waren es am Jahresende 2012 bereits wieder 117 Personen. Dieser Trend setzte sich 2013 weiter fort, so dass es am Jahresende 2013 bereits wieder 150 Mitglieder waren. Trotz mehrerer Abgänge (Todesfälle, Umzug, Austritt) im Jahr 2014 waren es am Jahresende 191 Mitglieder, die sich in diesem Ortsverein wohl fühlen. Auch im Jahr 2015 konnten schon wieder einige Neumitglieder gewonnen werden.

Wie lässt sich dieser positive Trend erklären? Zum einen damit, dass viele Mitglieder von Klaus Schmitz (Gymnastikgruppen-Leiter) und von Frau Hüsges (ehemalige Begegnungsstätten-Leiterin) geworben werden konnten. Auch die Hatha-Yoga Gruppe (Kurt Brückers) hatte u. a. ihren Anteil daran.
Vielleicht liegt es auch an all den Dingen, über die am 6. Januar 2015 in der » „BZ-MG“ folgendes nachzulesen war:

Rainer Ossig kann sich den regen Zulauf selbst nicht so recht erklären. - Liegt es an den 40 unterschiedlichen Angeboten von der Mutter-Kind-Gruppe, über Gymnastik-, Sprach- und Computerkurse bis hin zu Spiel-, Klön- und Handarbeitsrunden? Oder sind es die Tagestouren? Die jahreszeitlich-geprägten Feste? Der intensive, breit angelegte Informationsfluss mittels Hauszeitung, Internet und Presse? Die Präsenz auch außerhalb des Volksgartens und dessen geschickte Vernetzung? Vielleicht liegt es schlicht und ergreifend an einem Vorsitzenden, der auch „über den eigenen Tellerrand“ blickt, klare Worte spricht, dabei geschickt agiert und diesen Ortsverband damit insgesamt prägt.
Der Erfolgsmix der AWO Volksgarten beschert jedenfalls entgegen manchem Vereinstrend steigende Mitgliederzahlen, die allerdings auch die AWO-eigenen Raumkapazitäten einer Weihnachtsfeier bereits im letzten Jahr über ihre Grenzen führten, bevor in diesem Jahr weitere 51 Neuaufnahmen verzeichnet wurden.

Mit Sicherheit liegt es aber auch der Mund zu Mund Propaganda der Mitglieder, die sich im Verein und bei den Angeboten des Hauses sehr wohl zu fühlen scheinen. – Denn die Mitglieder sind das A und O eines jeden Vereins. Diese gilt es zufrieden zu stellen und das scheint hier im Verein und in der Begegnungsstätte zu gelingen.

Dem Ortsverein und damit auch der Begegnungsstätte, stehen viele ehrenamtlich tätige Helfer und Helferinnen zur Seite. - Ohne diese „Ehrenamtler“ wäre der geregelte Betrieb der Begegnungsstätte nicht möglich. Ab und zu helfen Jugendliche, die hier ihre Sozialstunden ableisten müssen oder Schüler, die ihr Praktikum hier in der Begegnungsstätte machen wollen.


Programm und Angebote der Begegnungsstätte


Spiele - Nachmittage

Spiele - Nachmittage

Zweimal in der Woche werden Spiele - Nachmittage angeboten, jeweils montags und donnerstags. Mit einem guten Kaffee und leckerem Kuchen lassen sich die jeweils anwesenden ca. 10 und 20 Personen (wetterbedingt) gern bei ihrem Spielbetrieb unterbrechen, bevor sie wieder zu den Karten oder den Würfelbecher greifen.


Hatha - Yoga

10 -14 Damen lassen sich stets von Herrn Brückers inspirieren, was man so alles mit seinem Körper für tolle Übungen machen kann. Entspannung und Wohlbefinden stehen hier an erster Stelle. Alle Kurse von Kurt Brückers sind stets sehr gut besucht und die gute Laune kommt bei ihm auch nicht zu kurz.

Hatha - Yoga

Computerkurs

Computerkurs

Jede Woche montags und donnerstags, findet der Computerkurs statt. Es nehmen immer 9-12 Damen und Herren daran teil, die alle inzwischen ihre eigenen Laptops mitbringen. Im Anfängerkurs sind zur Zeit 6 Personen. Alle werden ehrenamtlich von Herrn Veckes betreut.


Gymnastik

Mehrfach in der Woche, findet unter der Leitung von Klaus-Peter Schmitz, eine Gymnastikstunde in der AWO Volksgarten, Neusser Straße 401, zum Thema "bewegt älter werden in NRW", einem Projekt des Landesssportbundes statt. Regelmäßige Übungsstunden dienen der besseren Gesundheit im Alter. - (Weltgesundheitsorganisation 1986) - "Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Lebensumstände und Ihre Umwelt zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen."


Lieder- und Singkreis

Lieder- und Singkreis

Der Singkreis trifft sich alle 14 Tage. Es singen immer 18 – 22 Damen und Herren. Diese lustige Gruppe tritt auch gerne bei unseren Vereinsfesten auf. Zuletzt waren sie bei einer im Heim lebenden, ehemaligen Mitstreiterin zu Besuch und haben direkt mit den ganzen Heimbewohnern einen fröhlichen Nachmittag verbracht.


Schachgruppe

Die Schachgruppe trifft sich immer montags und donnerstags. Es spielen immer zwischen 8 und 12 Personen, mit- und gegeneinander. Manchmal schauen auch einige Gäste zu. Seit einem Jahr finden regelmäßig Turniere mit der AWO Schachgruppe von der Brandenberger Straße statt, abwechseln mal da und mal bei uns. Die Gastgeber sorgen für das Essen.

Schachgruppe

Handarbeitsgruppe

Handarbeitsgruppe

Die Handarbeitsgruppe trifft sich jeden Dienstag zur geselligen Runde. Anwesend sind immer 10 – 14 Damen. Mit gegenseitiger Hilfe haben die Damen schon die tollsten Sachen gefertigt. Frau Annemarie Gotzens hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Damen zu bewirten und diese Gruppe sehr eigenständig zu machen.


Kegeln

Kegeln findet einmal im Monat, donnerstags außer Haus, in der „Gastwirtschaft Schellkes – Gotzen“ statt. Dort treffen sich dann bei wachsendem Zulauf immer zwischen 10 – 14 Damen und Herren zum lustigen Kegelabend. Auch das leibliche Wohl kommt dabei nicht zu kurz.


Klönnachmittag

Am Donnerstagnachmittag treffen sich immer mehrere Frauen, um bei Kaffee, Kuchen oder anderen Getränken über „Gott und die Welt“ zu reden. – Gehen die Gesprächsthemen aus, dann kann man immer noch zum Karten- oder Würfelspiel greifen.- Langweilig wird es diesen Damen nie, sie scheinen immer im Redestress zu sein. - Die Beteiligung liegt bei 6 -13 Personen, je nach Laune.


Mutter-Kind Gruppe

Mutter-Kind Gruppe

Jeden Montag und Donnerstag treffen sich mehrere Mütter mit ihren kleinen Kindern im Gymnastikraum. Wir sorgen für das Spielzeug der Kleinen.

Mutter-Kind Gruppe

Frühstück

Jeden Dienstag treffen sich zwischen 20 und 30 Personen zum Frühstück. Die meisten von ihnen haben sich bereits beim vorigen Frühstück schon für das nächste Mal wieder angemeldet. Auch in der RP wird regelmäßig freitags auf diesen Termin hingewiesen. Die Voranmeldungen machen es möglich, dass ein ausreichender Einkauf gewährleistet ist. Kommen zusätzlich noch Personen, so ist auch für diese noch genug übrig, ansonsten wird kurzfristig nachgekauft.


4 Kleine Gruppen ...

Die 4köpfige Skatgruppe trifft sich regelmäßig alle 14 Tage. Weder Ihnen noch uns per Zeitungshinweise, ist es gelungen, diese Gruppe zu vergrößern.
Unser Bücherbasar wird immer montags angeboten. Dieses Angebot nutzen ca. 5-7 Personen.
Das Kommunikationstraining am Dienstagabend wird von 4-6 Migrantinnen genutzt, je nach deren Arbeitszeiten. Hier lernen sie frei zu sprechen und einiges über deutsche Sitten und Gebräuche.
Die Wortweber treffen sich jede Woche am Montag. Dieser kleine Kreis um Herrn Bialojahn spielt mit der deutschen Sprache, um „Worte zu weben“ oder Wortspielereien zu betreiben, die dann irgendwo einmal zu Gehör gebracht werden.


Briefmarkenfreunde

Briefmarkenfreunde

Sie treffen sich alle 14 Tage mittwochs, haben ihre Alben dabei und tauschen rege ihre Marken aus oder sinnieren und diskutieren über die einzelnen Motive der unterschiedlichen Länder. Dabei lassen sie sich auch mit kleinen Leckereien, Kaffee und anderen Getränken verwöhnen. Sie sind dankbar, dass wir ihnen den Raum zur Verfügung stellen. (14 - 18 Personen)


Mittagstisch

Fünf Mal in der Woche kommen 4 Personen zum täglichen Mittagstisch. Das Essen wird zeitig genug in Warmhalteboxen angeliefert, Und sollte tatsächlich mal einer von ihnen später kommen, so wird das Essen in der Mikrowelle erwärmt. Diese 4 Älteren haben sich aber nach dem Essen immer noch viel zu erzählen …


Beratung im Pflegebereich

In jeder geraden Kalenderwoche kommt Herr André Jansen am Dienstag und berät auf Wunsch die älteren Menschen bei ihren Problemchen. Dieses Angebot wird regelmäßig von 2-4 Personen genutzt. Wir stellen dafür in dieser Zeit unser Büro zur Verfügung.


Helferkonferenz

Helferkonferenz

Unsere Helferkonferenz findet zur Zeit jeden 3. Donnerstag im Monat um 13.00 Uhr statt. Hier werden 22 verschiedene Punkte besprochen.

Helferkonferenz

Bingo

10 Mal im Jahr bietet die Begegnungsstätte seinen Mitgliedern und Gästen einen Bingo – Nachmittag am Sonntag an. Bei Kaffee und Kuchen zur Einstimmung, werden anschließend drei Durchgänge gespielt. Der Kuchen wird jeweils von einigen Mitgliedern gespendet. Etwa 25 - 30 Personen erfreuen sich jedes Mal daran.


Vorträge

Ob „Fit im Alter“ mit Professor Dr. Braun oder „Die grüne Apotheke“, mit Frau Fastenrath, unsere Vorträge werden gut besucht. Beide Referenten haben sich für weitere Vorträge in unserem Haus bereits wieder gemeldet und um einen Termin nachgefragt. Diese Referenten sind für den Verein kostenfrei, deshalb nehmen wir auch keinen Eintritt. Dafür werden Getränke und Snacks angeboten.


Tagesfahrten und mehr …

Über das Jahr verteilt haben wir 6 Fahrten unternommen. - Zweimal waren wir im „Phantasialand“, je einmal im „Moviepark“, in „Tonis Bauern Café“, zur Modenschau in Moers, bei Fa. Höinghaus, mit anschließendem Ausflug zum Landhof in Duisburg, bei einer Modenschau der Fa. Rädle in Heinsberg, mit anschließendem Besuch in Valkenburg/NL beim Weihnachtsmarkt. Jeder Bus war vollbesetzt. Mit 10 Personen waren wir zu einem Kurzurlaub im St. Hedwigshaus in Oerlinghausen und haben von dort aus weitere Tagesfahrten unternommen.


Feste

Über das ganze Jahr verteilt, feiern wir mehrere Feste: Karneval, Sommerfest, Oktoberfest, Weihnachtsfeier, betreiben einen Verkaufsbasar usw. …
Für diese Feste ist unser Haus fast schon zu klein, denn mehr als 60 Personen bekommen wir nicht in den Gymnastikraum. Nur dann sitzen unsere Gäste schon sehr eng nebeneinander. Aber mit diesen Festen nehmen wir gutes Geld ein. Gespendete Kuchen, Salate, Getränke oder eine Tombola, steigern zusätzlich den Umsatz. Allein der Verkaufsbasar bringt stetig größere Spendeneinnahmen und gesteigerte Besucherzahlen. Das Sommerfest im Freien erfreut sich größter Beliebtheit.


Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Für die Pressearbeit ist Herr Ossig zuständig. Alle Aktivitäten, die wir durchführen, werden dokumentiert und am „Schwarzen Brett“, im Schaukasten, im Internet und in einem Jahresordner veröffentlicht, oftmals auch in der Presse. So z. B. in der » BürgerZeitung Mönchengladbach, einer online-Zeitung. Alle Berichte liegen als S/W Druck im Flurregal zum Mitnehmen bereit. Gleichfalls werden alle Fotos von dem 82jährigen Mitglied, Otto Ludwig, bearbeitet und auf DVD gebrannt, so dass die Mitglieder sie sich jederzeit am Fernseher betrachten können.

Diese Art von Werbung kommt bei den Betrachtern gut an. Wir kommen bei einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Kuchen mit vielen Menschen in Kontakt. So können wir unsere Begegnungsstätte und auch die AWO präsentieren. Aber auch unsere Mitglieder und Gruppenbetreuer einzelner Aktivitäten machen viel Werbung für unseren Verein. Dank ihnen haben wir viele neue Mitglieder gewinnen können.

Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.


Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

All das wäre ohne die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder nicht machbar. Eine Person allein könnte all diese Angebote in der Begegnungsstätte nicht durchführen, begleiten und die Hausgäste auch noch mit Essen und Getränken versorgen. Aber auch die „Ehrenamtler“ sind schon am Rand ihrer Möglichkeiten angelangt. Drei weit über 70jährige haben bereits angekündigt, dass für sie nun langsam auch mal Schluss sein müsse. Nicht weil ihnen die Arbeit keine Freude mehr bereiten würde, nein, altersbedingt versagen langsam ihre Kräfte. Viele Jahre haben sie diesem Haus kostenlos ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt, Grund genug für uns, sich bei ihnen zu bedanken, mal mit einem Blumenstrauß, mal mit Wein oder – auf Einladung – mit einem Grill- oder „Raclett – Abend“. - Die Arbeit dieser Mitglieder kann man nicht mit Geld aufwiegen, denn all ihre Stunden, die sie in diesem Haus tätig waren, ihre Kuchen- und anderen Spenden könnte niemand mehr bezahlen. -- Wenn man täglich für deren Arbeitszeit nur 10 Stunden ansetzt, so sind das im Jahr 2500 Stunden, die so ehrenamtlich abgeleistet wurden. Letztendlich eine Summe von 25.000 €, die man dafür bezahlen müsste.